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Geschichte


Die Zeit vor Christus
Um 25000 v. Chr. entstehen Zeichnungen (die ältesten Afrikas) in den Höhlen der Huns-Berge im Süden Namibias.

Die Zeit vor der Ankunft der Europäer
Um 1300 erreichen Bantu-Völker erstmals das südliche Afrika und drängen die dortigen San-Völker in karge Landstriche ab (z. B. Kalahari, Namib).

Vom 15. bis ins 18. Jahrhundert
1486 errichtet Diego Cão als erster europäischer Seefahrer ein Steinkreuz in Cape Cross. Dies soll den portugiesischen Besitzanspruch demonstrieren.
1487 errichtet Bartolomëu Diaz, bei seiner Umsegelung des Kap der Guten Hoffnung, in der heutigen Lüderitzbucht ebenfalls ein Kreuz aus Stein. Er nennt die Bucht Angra Pequena.
Im 15. und 16. Jahrhundert dringen Bantu-Völker während ihrer Wanderschaft, von Nordosten in das Land ein. Sie bringen Keramik, Eisen, Kupfer, Zuchtvieh und Kulturpflanzen als kulturelle Errungenschaften mit. Die Vorfahren der heutigen Ovambo nehmen das fruchtbare Land am Kunene (im Norden) in Besitz und beginnen mit Ackerbau.
Im 17. Jahrhundert bejagen die ersten europäischen Jäger die namibische Atlantikküste; später sind es hauptsächlich Amerikaner und Engländer. Sie errichten Stützpunkte in Walvis Bay, Sandwich Habour und Lüderitzbucht.
Im 18. Jahrhundert marschieren die Nama, unter dem Druck der burischen Landnahme in Südafrika, in Namibia ein und unterwerfen die Damara und die San. Sie sind diesen Völkern überlegen, weil sie Pferde, Ochsenwagen und Schusswaffen besitzen. Sie beginnen Tauschhandel mit der Kapprovinz. Weiße Händler und Missionare sind die ersten Europäer, die ins Landesinnere kommen.
1761 wird die erste Karte des Nama-Landes, als Ergebnis einer Expedition der Kapregierung, gezeichnet.
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Das 19. Jahrhundert
1806 wird die erste englische Mission in Warmbad errichtet.
1814 beginnt mit Heinrich Schmelen die "Rheinische Mission" in Namibia.
1830 gibt es gewaltvolle Zusammenstöße zwischen Herero und Nama/ Orlaam (Oorlan). Jan Jonker Afrikaaner besiegt als Führer der Nama/ Orlaam die Herero und treibt sie in den Norden.
1840 siedelt Jonker Afrikaaner in der Nähe von Windhoek (heutige Hauptstadt). Nun wird die erste Straße, zwischen Windhoek und der Küste bei Walvis Bay, gebaut (Alter Baaiweg). Es beginnt eine Zeit der Vorherrschaft der Nama unter Jonker Afrikaaners Führung.
1850 verlegt Jonker Afrikaner seinen Sitz nach Okahandja. Gleichzeitig beginnt der Abbau von Kupfer durch europäische, zunächst aber vor allem englische Gesellschaften.
1863-70 führen die Herero unter Maharero einen Befreiungskrieg gegen die Nama.
1870-80 herrscht der u. a. auch durch Missionare vermittelte sogenannte "Zehnjährige Friede".
1876-78 wird Walvis Bay von Großbritannien annektiert.
1884 wird das von dem Bremer Kaufmann Lüderitz 1883 erworbene Gebiet unter deutsche Schutzherrschaft gestellt.
1885 wird die Deutsche Kolonialgesellschaft für Südafrika gegründet. Der Sitz des Kommissariats unter Leitung von Heinrich Göring ist in Otjimbingwe. Ihre Aufgaben sind die Anwerbung von Siedlern und die Verteilung von Farmland. Das von Lüderitz gekaufte Gebiet und neues Gebiet, dass von den Herero und Nama gekauft wurde, geht in den Besitz der Kolonialgesellschaft über. Die Gesellschaft schließt außerdem Schutzverträge mit anderen Häuptlingen ab. Der Sitz des Kommissariats unter Leitung von Heinrich Göring ist in Otjimbingwe.
1886 einigen sich Portugal und Deutschland auf eine gemeinsame Nordgrenze. Außerdem trifft die 21 Mann starke, deutsche Schutztruppe unter Hauptmann Curt von François in Tsaobis ein. Es entsteht das erste deutsche Fort in Namibia.
1890 wird im Helgoland-Sansibar-Vertrag zwischen Großbritannien und Deutschland der Caprivi-Zipfel dem deutschen Schutzgebiet zugesprochen. Caprivi, der Nachfolger Bismarcks, strebt eine Verbindung zwischen den Kolonien Deutsch-Südwestafrika (Namibia) und Deutsch-Ostafrika (Tansania) an.
1891 wird Windhoek der Amtssitz des deutschen Kommissariats.
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Das 20. Jahrhundert
1903-07 Aufstände der Nama und Herero gegen die Kolonialherrschaft. Die deutsche Schutztruppe benötigt trotz ihrer Waffenüberlegenheit fünf Jahre um diesen  Krieg zu gewinnen (Schlacht am Waterberg 1904). Das Volk der Herero wird dabei fast vollständig vernichtet. Bei den Nama wird nahezu das halbe Volk getötet. Die Überlebenden der beiden Völker werden in Gefangenenlager interniert.
Am 22. März 1907 wird das Gebiet um die Etoscha-Pfanne (100.000 km²) als größter Nationalpark der Erde proklamiert.
1908 werden die Diamanten in der Nähe von Lüderitzbucht entdeckt. Es werden Eisenbahnlinien zwischen Lüderitzbucht-Keetmanshoop und Swakopmund-Grootfontein gebaut.
1912 wird die Eisenbahnlinie zwischen Keetmanshoop und Windhoek eröffnet.
Am 9.Juli 1914 marschieren zu Beginn des Ersten Weltkriegs britisch-südafrikanische Truppen nach Deutsch-Südwestafrika ein und übernehmen nach der Kapitulation der Deutschen (1915 in Tsumeb) die Macht. Im Versailler-Vertrag wird festgelegt, dass Südafrika das Gebiet bis zu einer Entscheidung des Völkerbundes verwalten soll.
Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 werden eine Vielzahl der deutschen Einwohner Namibias in südafrikanische Lager überführt oder unter Hausarrest gestellt.
1945 übernimmt die UNO am Ende des Zweiten Weltkriegs als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes das Mandat über Namibia. Südafrika erkennt dies aber nicht an und verwaltet Namibia weiterhin als Teil der Südafrikanischen Union. Die südafrikanische Besatzungsmacht führt die Apartheidgesetze und die Zuweisung von Reservaten für die farbige Bevölkerung (ab 1961 Homelands) ein.
1958-60 entstehen Widerstandsbewegungen (OPO, SWANU, SWAPO)
Am 10.Dezember 1959 führt ein Protest der schwarzen Bevölkerung gegen ihre Umsiedlung nach Katutura zu einer blutigen Auseinandersetzung mit der Armee.
1960 klagen Äthiopien und Liberia Südafrika beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag an, seine Mandatspflicht zu verletzen und verlangen, dass Südwestafrika der Aufsicht der UNO unterstellt wird.
1964 wird der Odendaal-Plan, der die Einrichtung von zehn weiteren Homelands in Südwestafrika vorsieht, von der südafrikanischen Regierung angenommen.
1966 weist der Internationale Gerichtshof die Klage gegen Südafrika ab. Im Oktober erklärt die UNO wegen der Anwendung der Apartheitsgesetze das Mandat für beendet, gründet den "UNO-Rat für Namibia" und überträgt diesem die Verantwortung für das Territorium. Kurz darauf nimmt die PLAN (People's Liberation Army of Namibia) ihren Unabhängigkeitskrieg gegen die südafrikanische Armee auf.
1968 führt die UNO den Namen "Namibia" ein.

Die Entstehung Namibias - die letzten 30 Jahre
1971 bestätigt der Internationale Gerichtshof die UNO in ihrer Rechtsauffassung und erklärt die Präsenz Südafrikas für illegal.
1973 erkennt die UNO die SWAPO (South West African People's Organization), sieben Jahre nach dem Ausbruch des Krieges, als einzigen rechtmäßigen Vertreter des namibischen Volkes an.
1975-78 findet die "Turnhallen-Konferenz" statt. Hier versuchen Vertreter von elf Bevölkerungsgruppen - die SWAPO nimmt nicht teil - die Unabhängigkeitserklärung vorzubereiten.
1976 Der UNO-Rat für Namibia gründet das United Nations Institute for Namibia in Lusaka.
1977 werden die südafrikanischen Rassengesetze für Namibia außer Kraft gesetzt.
Im September 1978 fordert der UNO-Sicherheitsrat in seiner Resolution 435 international überwachte Wahlen. Im Dezember werden Wahlen durchgeführt, die aber von der UNO nicht anerkannt werden. Die Turnhallen-Allianz (DTA) erhält die meisten Stimmen. Unter ihrer Herrschaft werden die Apartheidsgesetze abgeschafft.
1983 tritt die DTA-Regierung zurück. Eine Vielparteien-Konferenz tritt an ihre Stelle..
1985 setzt Südafrika im Juni eine Übergangsregierung ein, die von den Parteien der Vielparteien-Konferenz getragen wird. Unter anderem werden der Befugnisse des Generalgouverneurs eingeschränkt.

Am 9. November 1989 finden die Wahlen zur Unabhängigkeit unter UNO-Aufsicht statt, aus denen die SWAPO mit 41 Sitzen (57%) als Sieger vor der DTA mit 21 Sitzen (29%) hervorgeht.
Im Februar 1990 wird die Verfassung verabschiedet und SWAPO-Führer Dr. Samuel "Sam" Nujoma zum Präsidenten von Namibia gewählt. Namibia findet damit am 21. März endgültig seine Unabhängigkeit von Südafrika.. Seit diesem Zeitpunkt strebt Nujoma eine Politik der nationalen Versöhnung an ("One Namibia, One Nation"). Die befürchteten Enteignungen der "weißen Grundgroßbesitzer" unterbleiben.
1991 Südafrika erklärt sich einverstanden, die Südgrenze in die Mitte des Oranje zu verlegen und Walvis Bay gemeinsam mit Namibia zu verwalten. Namibia wird 50. Mitglied des Britischen Commonwealth.
Im Dezember 1992 finden erste Regional- und Kommunalwahlen statt. Die SWAPO ist dabei eindeutiger Wahlsieger.
1983 gewinnt die SWAPO die zweiten Parlamentswahlen mit einer 2/3 Mehrheit und erwirbt damit das Recht die Verfassung zu ändern. Im September wird der Namib-Dollar als eigene Währung eingeführt (allerdings ist dieser 1:1 an den südafrikanischen Rand gebunden und dieser als Währung noch voll gültig).
Am 01. März 1994 wird Walvis Bay an Namibia zurückgegeben, das Land hat somit wieder einen Hochseehafen.
1995 wird in Windhoek die erste Universität in Namibia gegründet.
Mitte 1998 finden Regionalwahlen statt, die von einer Vielzahl der Bürger boykottiert werden (Wahlbeteiligungg in einigen Regionen: 4%-30%!). Ende des Jahres verfügt die 2/3 Mehrheit der SWAPO, dass Sam Nujoma zum dritten Mal für das Präsidentenamt kandidieren kann.


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