Rietoog, Schülerheim am Rande der Naukluft.

 

1949 wurde in Rietoog , einem kleinen Dorf am Rande der Naukluft, eine Schule mit 35 Kindern eingeweiht. Da die Elternhäuser der Kinder teilweise recht weit entfernt sind, war ein regelmäßiger Schulbesuch wegen fehlender Transportmöglichkeiten sehr schwierig. Die dortige Internatsleiterin Sabine Cloete wandte sich mit einem Hilferuf an das namibianische Vereinsmitglied Anna Olivier, die unseren Vorstand um Hilfe bat, nachdem sie sich selber in Rietoog ein Bild von der dortigen Lage gemacht hatte.

Die unterrichteten Kinder mussten tagsüber verpflegt und ein Teil von ihnen, für die der Weg nach hause zu weit war, auch nachts untergebracht werden. Ein großes Gebäude, in dem gekocht und gegessen werden kann, wurde errichtet. Für die Schlafgelegenheiten sollten Wohncontainer sorgen. 

Bevor daran gedacht werden konnte, so viele Menschen bei der Schule Rietoog wohnen zu lassen, mussten einige Voraussetzungen geschaffen werden. Insbesondere musste die Wasserversorgung sicher gestellt werden. Das Ehepaar Cloete, das sich um die Schulkinder kümmert, veranlasste das Schlagen eines Bohrloches. Wir kauften das Gestänge, einen gebrauchten Windmotor sowie die Pumpe, die das Wasser in einen Vorratsbehälter fördert.

Nach diesen Vorbereitungen wurde 8 Wohncontainer und 2 Sanitärcontainer nach Namibia verschifft. Ein Vorfall gibt einen Einblick auf die unvorhersehbaren Zwischenfälle; ein Container verschwand bei der Entladung. Er ist erst nach mehr als drei Monaten wieder aufgetaucht. 

Am 22. April 1999 wurde das Schülerheim offiziell eingeweiht. 
Die namibische Vizeministerin für Bildung und Kultur bedankte sich bei unserem Vorsitzenden Eckard Nold für die Hilfe. Sie ermahnte sowohl die Kinder, als auch die für Schule und Internat Verantwortlichen, sorgsam und bewahrend mit dem Geschenkten umzugehen. Der Weg von der Gleichgültigkeit hin zum Vandalismus ist oft sehr kurz, betonte die Ministerin. Einen verantwortlichen Umgang forderte auch Anna Olivier in ihrer sehr persönlichen Ansprache.


Im März 1999 hielten sich bereits ca. 100 Kinder in Rietoog auf. Eine Erweiterung wurde geplant. Zunächst war an einen weiteren Container gedacht. Im Vorstand wurde beschlossen, ein Bettenhaus mit 50 Betten bauen zu lassen. Eigentlich waren 100 Betten gewünscht. Aber eine adäquate Betreuung dieser Kinder ist nach unserer Meinung z.Zt. in Rietoog nicht gewährleistet. Der Bau wurde im Jahre 2000 begonnen und am 12. März 2001 eröffnet. 



Einweihung des neuen Bettenhauses am 12. März 2001

Die Schule mitten in der Wüste verfügt nun über ein Haus mit
48 Betten mit Sanitäreinrichtungen und acht Wohncontainern mit
32 Betten, zwei Sanitärcontainern, einem Gemeinschaftsraum mit Küche und einer Lehrerwohnung. 

Mit der zahnärztlichen Betreuung der Kinder wurde Herr Dr. Bräuer, ein deutscher Zahnarzt aus Rehoboth, beauftragt.

Und wie sieht es heute (2009) aus ? Ein Bericht von Herrn Kern.


Bitte helfen Sie uns mit Ihren Spenden auch weiterhin für diese Kinder eine Ausbildung sicher zu stellen, die es ihnen ermöglicht ihren Platz in unserer Welt auszufüllen.


Spendenkonten

 

Quicklinks:
Projekte
Ombili

© Hilfe für Namibia
Zeige druckbare Version der SeiteDruckbare Version der Seite zeigen

Copyrights © by Hilfe für Namibia e.V.

namibia@hilfe-fuer-namibia.de
 
» Design, Layout and Programming by Benedikt Deicke «