Ombili-Stiftung 

Im Jahresbericht der DNEG von 2002/2003 wird die Lage der San wie folgt beschrieben:

Die San in Namibia

Die San, oft auch als "Buschmänner" bezeichnet, gelten als die eigentlichen Ureinwohner des südlichen Afrika. Sie sind eine der klassischen Jäger- und Sammlerkulturen Afrikas. Schon vor Beginn der Kolonisierung durch die Europäer begannen zuwandernde afrikanische Völker die San zurückzudrängen. Zum Lebensraum der San wurde die Halbwüste Kalahari, an deren schwierige ökologische Bedingungen sie ihre Lebensweise hervorragend anpassten.

Die San haben Techniken entwickelt, um kleinste Wasservorkommen aufzuspüren und zu nutzen. Sie sammeln Veldfrüchte, ohne gravierend in die Ökosysteme einzugreifen. Der vegetarische Speiseplan wird hin und wieder durch Wild ergänzt, das im Prinzip reichlich vorhanden ist, mit Pfeil und Bogen aber mühsam zu jagen ist. Die San leben, in Anpassung an die knappen Ressourcen, in kleinen Sippen.

Dadurch bedingt sind die Organisationsstrukturen und das übergreifende Zusammengehörigkeitsgefühl schwach ausgeprägt. Traditionell gehen die San Konflikten aus dem Weg. All diese Gründe führen dazu, dass es den San bis heute an einer wirkungsvollen politischen Vertretung fehlt.

Durch die Kolonialisierung und später durch die südafrikanische Apartheidspolitik erschwerte sich die Situation der San weiter. Große Teile des Landes wurden und werden als kommerzielle Farmen genutzt und sind den San als Gebiet zur Jagd und Nahrungssuche entzogen. Die Einrichtung von Wildparks und Naturschutzgebieten schränkte sie weiter ein. Und schließlich war das "Homeland" das den San durch das Apartheidsregime zugewiesen wurde, viel zu klein, um das Überleben als Jäger und Sammler zu ermöglichen.

Heute leben noch etwa 30 000 San auf namibischem Territorium. Wenige von ihnen kennen ihre alten Kulturtechniken, nur vereinzelte Gruppen leben in der Tradition. Extreme Armut, Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Hunger sind verbreitet. Der Ausbildungsstand, die Lebensbedingungen und Gesundheit liegen erheblich unter dem namibischen Durchschnitt. Aus eigener Kraft sind die San nicht in der Lage, sich aus ihrer katastrophalen Situation zu befreien, und der Regierung mangelt es an finanziellen Möglichkeiten und wohl auch am politischen Willen zur wirkungsvollen Hilfe.

Die Ombili-Stiftung

Nördlich von Tsumeb, einige Kilometer vor dem Von-Lindequist-Tor bei Namutoni im Osten des Etosha-Nationalparks, liegt die Farm Hedwigslust mit ihrem "Buschmannsdorf". Das Dorf besitzt eine Schule, ein Gemeinschaftszentrum, Rinderzucht und Gärten sowie kunsthandwerkliche Werkstätten. Etwa 400 Menschen leben, lernen und arbeiten hier.

Wie kommt es, dass im namibischen Farmland ein solches Dorf existiert, noch dazu von San bewohnt, die traditionell weder sesshaft sind noch Landwirtschaft betreiben ?

In den Jahren 1989/90, als die bewaffneten Auseinandersetzungen im Norden des Landes ein Ende fanden und Namibia unabhängig wurde, entschloss sich der deutschsprachige Farmer Klau Mais-Rische, einen Überlebens- und Lebensraum für eine Gruppe von San zu schaffen. Er stellte dafür seine Farm Hedwigslust zur Verfügung und gründete zusammen mit anderen Farmern aus dem Raum Tsumeb die Ombili-Stiftung.

Ombili heißt Frieden in Oshivambo, der Sprache der größten ethnischen Gruppe Namibias. Der Name steht also in mehrfacher Hinsicht für die Zielsetzung und die Arbeit der Stiftung: Den San soll eine Heimat in einer friedvollen Umgebung geschaffen werden, wobei die soziale und wirtschaftliche Integration in den noch jungen Staat ein zentrales Ziel ist.

 

Jahresbericht
 des Vorsitzenden Reinhard Friedrich

Im März 1999 wurde Ombili zehn Jahre alt. In diesem Jahresbericht möchte ich nicht nur über das vergangene Jahr berichten, sondern auch kurz über die zehn vergangenen Jahre bei Ombili sowie generell über die Entwicklung der San in Namibia.

Eine Studie der UNO aus dem Jahre 1996 macht deutlich, dass die San in Namibia die ärmste Bevölkerungsgruppe darstellt. Auch ohne diese Studie weiß ich, dass die meisten San noch vor 100 Jahren wie Steinzeitmenschen gelebt haben. Sie ernährten sich nur von dem, was die Natur ihnen gegeben hat. Um diese Menschen auf den gleichen Lebensstandard der anderen ethnischen Gruppen zu bringen, müssten sie seitens unserer heutigen Regierung gezielt gefördert werden. Das wenigste Geld, im Verhältnis zur Bevölkerung gesehen, wurde jedoch auf allen Entwicklungsgebieten (z. B. Erziehung, Bildung, Gesundheit, Arbeitsmarkt) für die San veranschlagt. Nicht nur ist die Entwicklung stehen geblieben, sondern den San geht es heute zudem schlechter als vor zehn Jahren. Um ein Beispiel zu nennen: Die Schulen in  Tsumkwe und Rundu, die vor der Unabhängigkeit für die San gebaut wurden, werden heute nahezu ausschließlich von anderen ethnischen Gruppen sucht. San‑Kinder werden von diesen als dumm, rückständig und unzivilisiert behandelt und verlassen die Schulen. Anstatt sich zu verteidigen und um ihre Rechte zu kämpfen, lasen sie sich verdrängen. Bis noch vor 40 Jahren war genug Land zum Ausweichen vorhanden. Traditionell sind die San seit jeher jedem Unterdrückungs­ und Diskriminierungsdruck ausgewichen. Die Flucht der Khoex im Caprivi im Jahre 1998 nach Botswana ist hierfür ein typisches Beispiel.

In Namibia besteht Schulpflicht bis zum 16. Lebensjahr, trotzdem sind sehr viele San-Kinder nicht in der Schule. Die heutige Regierung verfügt nicht über ausreichende finanzielle Mittel, um genügend Schulen für die schnell wachsende Bevölkerung zu bauen. Zudem fehlt es an fähigen und ausgebildeten Lehrern. Bei den San bedingt vielfach deren halbnomadische Lebensweise, dass die Kinder mit den Eltern umherwandern und nicht die Schulen besuchen. In der Vergangenheit gingen die Kinder in die Schule der Eltern, d. h. die Mädchen halfen der Mutter beim Sammeln der Feldfrüchte, der Sohn erlernte vom Vater das Jagdhandwerk.

Alles Lernen war damals am Überleben orientiert und dementsprechend auf Geduld, Effizienz und Gemeinschaft gebaut. Dieses Lernen von früher gilt heute nicht mehr Selbstdisziplin, Respekt vor dem Wissen der Eltern und Sozialsinn haben erschreckend nachgelassen. In der Natur war die Erziehung leichter da es kaum Einflüsse von außen gab. Seit der Unabhängigkeit werden die San in Notzeiten von privaten Hilfsorganisationen und der Regierung mit Nahrungsmitteln versorgt. Diese Zuwendungen finden ohne jegliche Gegenleistung statt. Es wird nicht einmal verlangt, dass der Müll, der die jeweiligen Wohngebiete verseucht, beseitigt wird. ich habe beobachtet, dass heute nur noch die ältere Generation zum Sammeln der Feldfrüchte in den Busch geht. Die Jugend sitzt da und erwartet die nächste Nahrungs­verteilung. Eine Lebenseinstellung, die nur zum Verderb und Untergang der San führen kann! Die San verlieren nicht nur ihr Wissen über die Natur, sondern auch ihre Menschenwürde!

Wie ist es auf Ombili? Hier wird dafür gesorgt, dass die San-Kinder in Ruhe und Frieden zur Schule gehen können. Deswegen war unser erstes Ziel, als wir 1990 die Farm Hedwigslust bezogen, Sponsoren zur Finanzierung der Schule zu finden. Dank zahlreicher Spender konnten wir 1993 mit dem Schulunterricht beginnen. Soll ein Umdenken bei den San erreicht werden, d. h. ein Einstellen auf die Anforderungen der heutigen Welt, muss man mit der Schu­lung der Kinder beginnen. Einen älteren Menschen, der fest in seiner Kultur und Tradition lebt  zu ändern, ist schwer oder gar nicht möglich. Da die San-Kinder generell einen großen Rückstand haben, ist auf Ombili Kindergarten und Vorschule ein Muss. Dank der Leitung von Frau Carina Alberts und Lessina Khumuxas sind heute bei diesen ganz Kleinen gute Fortschritte zu verzeichnen. Die Jüngsten gehen gern und mit Eifer in Kindergarten und Vorschule, Ich danke an dieser Stelle der Constett- und Hynspergischen Stiftung, besonders Herrn Christoph Freiherr von Gemmingen-Guttenberg, der uns die Gehälter für diese beiden Damen für zwölf Monate vermittelt hat. Leider verstarb er am 7. Juli 1999 bevor er uns im Jahre 2000 besuchen konnte. Es wäre mir eine Freude und Ehre gewesen, ihn hier als Gast begrüßen zu können.

Unter der Leitung von Frau Esme van der Merwe ist die Volksschule auch gut vorangegangen. Es herrscht mehr Zufriedenheit und Disziplin. Die Kinder gehen mit größerem Eifer zur Schule. Collin Davids hat sich im Jahr 1999 unserem Lehrerkollegium angeschlossen und es mehr als bereichert. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei allen Lehrern für ihren Einsatz bedanken! Besonderer Dank gilt dabei Frau Nora Brand! Während andere Menschen ihres Alters einen geruhsamen Lebensabend verbringen, hat sie mit viel Liebe und Geduld den kleinen San Deutsch, Englisch, Afrikaans und Geschichte beigebracht. Ihre Erfahrung und Kenntnis waren für die Ombili­ Schule von unschätzbarem Wert.

Da auf Ombili nur bis zur siebten Klasse unterrichtet werden kann, haben wir im Januar 2000 die ersten Kinder in eine weiterführende Schule bei Tsintsabis geschickt. Diese Kinder werden auch weiterhin von der Ombili-Stiftung  unterstützt.

Ombili versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Das beinhaltet bei unserer Stiftung, dass jeder arbeitsfähige San am Vormittag fünf Stunden arbeiten muss. Diese Arbeiten umfassen Tätigkeiten im Garten- und Ackerbau sowie Rinderzucht und Häuserbau. Von 1990 bis heute gibt es für diese geleistete Arbeit Nahrung. Am Nachmittag kann jeder tun, was er möchte. Viele nutzen diese Zeit, um Kunsthandwerk herzustellen. Mit dem Geld, das die San für ihre Kunstwerke bekommen, kaufen sie im kleinen Ombili-Tante-Emma-Laden Zucker, Tee und Tabak ein. Die Kunsthandwerke werden via Stiftung mit einem Gewinn vermarktet welcher wieder zum Nutzen der San in das Projekt zurück fließt. And dieser Stelle einen besonderen Dank an Frau Beate Mais­Rische, die das Kunsthandwerk betreut! Dank auch an Daniela Meinefeld, die Beate in dieser Arbeit ein Jahr lang geholfen hat. Es werden heute Mobiles, Flechtarbeiten, Stoffdrucke, Postkarten, aber auch traditionelles Kunst­handwerk verkauft. Wenn ich die Qualität der Arbeiten heute mit dem vor acht Jahren vergleiche, freue ich mich sehr über die Fortschritte. Deswegen auch mein Dank an die San selber!

Als Ombili sich vor zehn Jahren auf der Farm Hedwigslust niederließ, standen dort ein kleines Farmhaus und ein kleines Außengebäude. Heute sieht es wie ein kleines Dorf in Namibia aus. Es wurden ein Gemeinschaftszentrum mit Werkraum, Büro, Souvenirgeschäft, fünf Wohnhäuser für Mitarbeiter und Lehrer, eine Schule mit 7 Klassenräumen, eine kleine Werkstatt und ein E-Werk errichtet. Bei den meisten der Bauten hat Klaus Mais-Rische bis zu seinem Tod 1994 mit seinen Farmarbeitern sehr viel Zeit und Energie eingesetzt. Er hat seinen Farmbetrieb stehen und liegen lassen, um den San zu helfen.

Außerdem wurde uns bewusst, dass wir auch die Wohnungen der San verbessern müssten, um Konflikte zwischen den Generationen zu vermeiden. Denn Kinder, die am Vormittag eine moderne Schule besuchen, würden sich am Nachmittag in einer ärmlichen Hütte nur schwerlich zurechtfinden. Dank unserer großzügigen Spender konnten wir im vergangenen Jahr zwölf Wohneinheiten aus natürlichen Materialien wie Holz, Riet und Lehm bauen. Die Wohnungen sind unserem Klima gut angepasst. Jegliche Renovierung kann von den Bewohnern ohne große Kosten selbst ausgeführt werden.
Zwei dieser Wohneinheiten dienen als Heim für Schüler von den umliegenden Farmen. Eine ca. drei Hektar große Gartenanlage wurde gerodet. Es werden bis zu drei Tonnen Gemüse pro Monat produziert.

Eine Rinderzucht ist im Aufbau. 1995 wurde mit 20 Rindern begonnen. Nach der Kalbungszeit 1999-2000 ist die Zucht auf 137 angewachsen. Darin ein­ geschlossen sind Rinder, die durch Geldmittel der DNEG dazu gekauft wurden. Wie alle Farmen in Namibia hat auch Ombili Rinderverluste zu verzeichnen. Um die Farmerei und Rinderzucht effektiv zu betreiben, muss auf Hedwigslust/ Ombili ein neuer "Posten" (=Windmotor, Wasserkrippe) und "Camps" (Parzellen) eingerichtet werden. Im Jahre 1998 kauften wir günstig 8 Strauße, die sicher bald die ersten Eier legen und brüten werden. Da die Regenzeit 1998/1999 sehr wechselhaft ausfiel, war unsere Hirseernte nicht so erfolgreich wie erwartet. Die Panzerheuschrecken verursachten großen Schaden. Die bereits vorhandenen Felder auf der Farm Ondera wurden vergrößert. Demnächst werden diese auch wildsicher" eingezäunt.

  Als wir 1993 mit der Schulausbildung der Kinder anfingen, war uns klar, dass wir auch etwas für die Weiterbildung der Erwachsenen tun müssten. Wir wollten keine zu große Kluft zwischen den Eltern und Kindern entstehen lassen. Zuerst versuchten wir in Abendklassen ihnen das ABC beizubringen. Außerdem beauftragten wir Agri Futura einen Kursus über Leitung und Verantwortung anzubieten, was auch geschehen ist. Insgesamt sind aber unsere Bemühungen in der Erwachsenenbildung gescheitert. Eines der größten Probleme in diesem Zusammenhang ist das Sprachenproblem. Auf Ombili werden 10 Sprachen gesprochen. Wir dürfen den Mut nicht aufgeben, Personen in unserer Ombili­Gemeinschaft auszubilden, damit sie einst Verantwortung und Leitungsaufgaben übernehmen können. Dieses Ziel liegt jedoch in weiter Ferne, denn Verantwortung und Leitung bringen oft Unannehmlichkeiten mit sich, die die San noch nicht auf ihren Schultern tragen können.

Gern möchte ich in diesem Jahresbericht Fragen beantworten, die von Besuchern gestellt werden. 

Erste Frage: Warum lassen sie diese Menschen nicht weiter so leben, wie sie für Jahrtausende im südlichen Afrika gelebt haben? Aus Unkenntnis wird vielmals gemeint, dass die Menschen in einem Paradies gelebt haben. Das Gegenteil ist die Wahrheit. Das südliche Afrika wurde immer von Dürren heimgesucht. In diesen Zeiten haben die San sehr oft Durst gelitten und gehungert. Viele Todesfälle waren zu verkraften. Mütter, die ihre Kinder allein zur Welt brachten, mussten wegen fehlender Nahrung das Neugeborene oftmals töten. Säuglinge wurden bis zu vier Jahren gestillt, da die Veldkost für das Baby unverdaulich war. Bei großen Dürren wurden alte Menschen mit ein wenig Wasser und Nahrung zurückgelassen. Sie waren die ersten Todesopfer. Weitere Gründe, warum ein Überleben aus der Natur nicht mehr möglich ist: die Jagdgründe bestehen nicht mehr; die Knollen und Beeren sind durch die Überweidung am Aussterben; die namibische Bevölkerung ist von 200.000 Einwohnern im Jahr 1903 auf 1,6 Millionen im Jahr 1999 angewachsen. Aus diesen und anderen Gründen müssen sich die San anpassen, die Kinder zur Schule schicken oder untergehen. Die heutige Welt mit all ihrem Verlockungen und Ansprüchen macht diesen Wandel sehr schwierig.

Zweite Frage: Ist die Ombili-Stiftung nicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein? Die Frage wird auf dem Hintergrund gestellt, dass in Namibia ca. 30,000 San leben, Ombili aber "nur" 350 Seelen betreut. Die Kritiker möchte ich darauf hinweisen, dass Ombili eine Zelle darstellt, die sich vermehren und ausbreiten wird. Wichtig sind zunächst kleine Schritte, die in ihrer Überschaubarkeit zum Erfolg geführt werden. 

Für mich persönlich wird es ein schöner Moment sein, wenn einer unserer gegenwärtigen Schüler dereinst als Lehrer arbeiten wird. Ein noch größerer
Höhepunkt wäre, wenn eines der heutigen San-Kinder Arzt oder Parlamentarier werden würde.

 

 

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Projekte

Rietoog
© Hilfe für Namibia


Aufnahmen J.Deicke

San-Kinder in Ombili 

San-Kinder in Ombili

   

Alte Bauweise

Neue Hütten  

   

Der von den San angelegte Garten von Ombili

Flechtarbeiten sorgen mit für ein geringes Einkommen
   

Das Getreide wird auf althergebrachte Weise zerstampft

Touristen sorgen mit für den Unterhalt. Aber wo ist die Grenze zur Belästigung ?

Az vom 10.10.2003

Ombili-Farm in Stiftungsbesitz

Windhoek (fis) -» Die Farm Hedwigslust an der Nordgrenze des Bezirks Tsumeb, auf dem das Projekt Ombili gegründet wurde und beheimatet ist, wurde diese Woche offiziell an die Ombili Stiftung übergeben. Anwesend waren unter anderem Vertreter der Deutsch-Namibischen Entwicklungsgesellschaft (DNEG), des   Vereins Hilfe für Namibia   und des Lionsclubs Mosbach/Deutschland, die den Grundstückskauf finanziert hatten.

Die drei Organisationen hatten vertragsgemäß vor fünf Jahren einen vereinbarten Kaufpreis für die 3 250 Hektar große Farm (N$ 528 528) auf ein Sonderkonto gezahlt. Zum 30. Juni 2003 wurden der Kauf und Eigentümerwechsel rechtskräftig. „Ombili ist auf einem guten Weg, aber wir Europäer müssen uns der Zeit und der Mentalität in Afrika angleichen", kommentierte Dr. Hubertus Hausburg, amtierender DNEG-Vorsitzender, den Eigentümerwechsel.

Die gemeinnützige Ombili Stiftung betreibt und verwaltet das gleichnamige Projekt, bei dem es darum geht, einen Teil der San-Volksgruppe zu mehr Unabhängigkeit zu verhelfen. Derzeit leben dort 350 Menschen, darunter 230 Kinder. Zu Ombili gehören u.a. ein Kindergarten, eine Vorschule und eine Grundschule. Das Projekt hat Gönner in Namibia und Deutschland, wo es einen Freundeskreis Ombili gibt. •

 

 

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