Der Verein, Grußworte


Liebe Freunde Namibias,

wer sich in der privaten Entwicklungshilfe engagiert, hat heute mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dies gilt auch für Projekte zugunsten afrikanischer Staaten: Der Prozess der Entkolonialisierung und Unabhängigkeit blieb nicht frei von Fehlschlägen. Zudem fördert die wirtschaftliche Situation bei uns die Spendenbereitschaft kaum. In einer solchen Zeit kommt die große Stunde der kleinen Initiativen, die ihre Mittel auf überprüfbare und überzeugende Projekte verwenden. Ein Traktor für Ombili, eine Mauer für den Kindergarten von Katutura, eine Geldgabe für das Altersheim Rehoboth- das sind konkrete Hilfen, die mit den viel zitierten goldenen Wasserhähnen für lokale Größen glücklicherweise nichts zu tun haben. Ich wünsche dem Verein Erfolg bei der Fortsetzung seiner Arbeit. Ich bin sicher, dass er in dem Maße, indem er auch bei der namibischen Regierung ein positives Echo findet, noch viel leisten kann. Überhaupt wäre die Pflege des deutschen Erbes in Namibia, der deutschen Sprache und Kultur, seitens der Regierung ein Schritt, auf den unsere Mitbürger mit besonderer Sympathie reagieren würden.


Dr. Edmund Stoiber
Ministerpräsident Bayern
Deutschland

 

 

Liebe Freunde Namibias,

es ist mir ein großes Vergnügen, meinen herzlichsten Glückwunsch und meine besten Wünsche der HILFE FÜR NAMIBIA e.V. anlässlich ihres 10. Jahrestages auszusprechen. Ich spreche ebenfalls für alle Namibier zu Hause, die Ihre sehr benötigte und hoch geschätzte Hilfe empfangen haben. Während der letzten zehn Jahre leistete HILFE FÜR NAMIBIA einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände der unterprivilegierten Gemeinden im ganzen Land. Erwähnt werden sollten auch die wichtigen Projekte, wie das erfolgreiche Werk der Ombili Foundation, die Ombili Schule für die Buschmänner, die zahlreichen Schulpartnerschaften, die geleistete, sehr wertvolle Hilfe für die Altenheime in Namibia, das Rehoboth Projekt, das Schulwohnheim in Rietoog, nur um einige zu nennen. Während der vergangenen acht Jahre hat die Regierung der Republik Namibia beträchtliche Anstrengungen unternommen, um die Ungleichgewichte aus der ehemaligen Kolonialzeit anzugehen. Wie dem auch sei, die Probleme, mit denen unsere junge Nation konfrontiert wird, bleiben drückend und viele Mängel im Bereich Bildung, Gesundheitswesen, Wohnen, Arbeitslosigkeit und fehlender Grundbesitz unter vielen Leuten verlangsamen weiterhin unsere Bemühungen für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand. Es ist in diesen Bereichen, wo die Beiträge der Nichtregierungsorganisationen, wie die Ihrige einen Unterschied machen. Die unzähligen und dankbaren Gesichter, die man sieht, wenn ein Graswurzelprojekt in Namibia fast beendet ist, spricht Bände für die gute Arbeit der Nichtregierungsorganisationen in unserem Land. Die unermüdlichen Anstrengungen derjenigen Menschen, die HILFE FÜR NAMIBIA in Deutschland unterstützen, und diejenigen, die in Namibia arbeiten, benötigen ein besonderes Wort des Dankes. Ihre Bemühungen werden sehr geschätzt und bleiben nicht unbemerkt. Gerade wie unsere bilaterale Beziehung zu Deutschland sich zu einer starken und besonderen Partnerschaft entwickelt hat, die auf unserer gemeinsamen Geschichte, Kultur und Verwandtschaft beruht, so kann ihre andauernde Partnerschaft mit der Graswurzelbewegung in Namibia blühen und zu einer besonderen Beziehung wachsen, die vorteilhaft und beständig für beide Seiten bis ins nächste Jahrtausend sein wird.


Hinyangerwa P. Asheeke
Botschafter
Namibia




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